Triops

 

 

Allgemein

Die Gattung Triops gehört innerhalb der Klasse der Kiemenfußkrebse (Großbranchiopoden) zur Ordnung der Rückenschaler (Notostraca; auch „Kieferfüßer“ oder „Schildkrebse“). Gemeinsam mit der Gattung Lepidurus sind sie Triopsidae und werden auch Rückenschaler genannt. . Der „Urzeitkrebs“ Triops (Griech..: „der Dreiäugige“) ist ein  lebendes Fossil, dass heute noch genauso lebt und aussieht wie in der Urzeit. Triops Cancriformis gilt als die älteste bekannte noch lebende Tierart der Welt, die als Unterart Triops cancriformis minor  bereits im 220 Mio. Jahre alten fränkischen Fossil nachgewiesen ist.

 

Lebensweise

Zwei Arten sind wissenschaftlich intensiver erforscht worden, daher ist über sie mehr bekannt. Sie sind zugleich die geographisch am weitesten verbreiteten Vertreter der Gattung:

Triops Longicaudatus (Schwerpunkt der Verbreitung in Nord- und Südamerika)

     Triops Cancriformis(Schwerpunkt der Verbreitung in Europa)

Beide Arten werden häufig im Handel in Form ihrer „Dauereier“ angeboten. Anders als der an extrem salzhaltige Gewässer angepasste Salinenkrebs (Artemia) kommen die Vertreter der Gattung Triops ausschließlich im Süßwasser vor, jedoch hat man es bereits geschafft, sie in leichtem Brackwasser aufzuziehen. Sie sind Bewohner von Extrembiotopen: Nur für sehr kurze Zeit bestehendeGewässer, die sich beispielsweise nach starken Regenfällen oder jahreszeitlichen Überschwemmungen in geeigneten Bodenvertiefungen bilden können. Ihre Biologie ist an die extreme Dynamik dieses Lebensraums angepasst.

 

Fortpflanzung

Mit Erreichen der Geschlechtsreife beginnt Triops mit der Ablage von „Dauereiern“ (eigentlich enzystierte Embryonen), die mitunter jahrzehntelang im Boden ruhen können, bevor mit einer erneuten Überschwemmung die Larven (Nauplien) schlüpfen. Diese außergewöhnlich widerstandsfähigen Zysten sind eine Schlüsselanpassung, die es ihnen ermöglicht, eine möglicherweise lange Phase der Nichtexistenz ihres Wohngewässers zu überstehen. Bei Triops cancriformis ist das Überdauern von 27 Jahren Trockenheit im Freiland nachgewiesen. Die Nauplien schlüpfen meist innerhalb von  1-3 Tagen und entwickeln sich in sieben bis vierzehn Tagen in zahlreichen Häutungen zu geschlechtsreifen Tieren. Die Entwicklungsgeschwindigkeit ist abhängig von verschiedenen ökologischen Faktoren, wird jedoch wesentlich durch die Temperatur und das Nahrungsangebot bestimmt. Triops cancriformis erreicht eine durchschnittliche Länge von sechs bis elf Zentimeter, die größten bislang gefangenen Exemplare elf Zentimeter. Im Freiland liegt die maximale Lebensdauer bei etwa zwölf Wochen. Eine weitere Anpassung ist ihre variable Fortpflanzungsstrategie innerhalb einer Art. Es kommt  ungeschlechtliche als auch geschlechtliche Vermehrung vor. Ob, wie oft vermutet wurde, Parteghonese (Jungfernzeugung) vorliegt, konnte bisher nicht bestätigt werden. Selbstbefruchtung mittels Zwitterdrüse findet nachweislich statt, in dem Fall ist es dann ein Weibchen. Aus den Dauereiern (Zysten) schlüpfen jedoch nur 1% Männchen. Wenn jedoch ein Männchen mit Weibchen zusammen lebt, werden sie sich auch wahrscheinlich paaren. Vorteile hat das jedoch nicht. Wenn sich ein Männchen und ein Weibchen paaren, schlingen sie sich gegenseitig um, und drehen sich meistens. So etwas kann man als Züchter nur sehr selten sehen. Die Paarung dauert immer von 3-10 Sekunden, was im Vergleich zu anderen Lebewesen sehr kurz ist. Wenn man Triops selber züchtet, kann man den Untergrund ( Sand oder Erde) mit den Zysten trocknen, und irgendwann wieder ansetzten.

 

Nahrung

Triops sind Allesfresser. Das heißt, dass sie Fleisch und Pflanzen essen. Jedoch mögen sie manches mehr als irgendetwas anderes. Sie fressen sich sogar manchmal auch gegenseitig (Kannibalismus),dies jedoch fast nur, wenn sie Hunger haben, oder wenn irgendetwas anderes nicht stimmt. Wenn ein Triops stirbt, wird er Meist von anderen gefressen.

 

Zucht

 

Triops kann man im Internet, jedoch auch in Experimentierkästen kaufen. Im Internet werden sie oft als Eier-Sand-Gemische angeboten. Da sind die Eier im Sand noch versteckt. Wenn man Triops züchten will, brauch man ziemlich viel Ausstattung. Am besten geeignet ist die Art Triops Cancriformis Cancriformis. Die brauchen nämlich keinen Heizstab, und nicht so viel Licht. Denn diese Art ist unsere einheimische Art, sprich, dass sie Europäer sind. Zum schlüpfen brauchen die Eier weiches Wasser, also eignet sich dafür am besten destilliertes Wasser. In den ersten Tagen brauch man sie überhaupt nicht zu füttern.Danach kann man am besten fein verriebenes Futter füttern. Das Futter kann von Tag zu Tag immer gröber und mehr werden. Die Triops haben nach ca. 2 Wochen Eiersäckchen, und legen dann auch wieder Eier ab. Ein Triopsleben ist ca. 2-3 Monate  lang. Dass kann aber auch sehr variieren, es kommt darauf an, wie man sich um sie gekümmert hat. Bei sehr guter Pflege kann einem auch schon mal eine 4 Monate lange Zucht gelingen. Wenn alle Triops gestorben sind, kann man den Sand trocknen, indem die gelegten Eier verbuddelt sind, und dann wieder erneut in Wasser geben. So beginnt der Kreislauf wieder von vorne.

Quellen: www.wikipedia.de, www.urzeit-krebse.com

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Artemia

 

Allgemein

Der Salinenkrebs (Artemia salina), Artemia oder Salzkrebs genannt, wird neben anderen Arten der Gattung Artemia in Zoohandlungen in Form von Frostfutter und „Eiern“ (Zysten) als Zierfischfutter verkauft. In der Natur kann man ihn fast auf der ganzen Welt verteil finden. In Deutschland wurde der Salinenkrebs vor allem als Urzeitkrebs bekannt, da er unter diesem Namen seit Mitte der 1970er Jahre mehrfach als Gimmick der Jugendzeitschrift Yps Verbreitung fand. Die bekannteste Zuchtlinie dürfte Artemia nyos sein, die unter dem Handelsnamen Sea-Monkey vor allem in den USA vertrieben wird. Diese Art kam aus einer Laborzucht aus mehreren Kreuzungen raus. Im Handel werden weiterhin viele Dauereier dem Salinenkrebs ähnlicher Arten als Artemia salina bezeichnet, auch wenn es sich dabei regelmäßig um eine andere Art der Gattung Artemia und nicht um den Salinenkrebs selbst handelt. Es gibt auch Süßwasserartemia, diese heißen jedoch Feenkrebse.

 

 

Wohnraum

 

 

Artemia bewohnt selbst unter den Urzeitkrebsen einen außergewöhnlichen Lebensraum, nämlich Binnensalzgewässer. Das Salzkrebschen Artemia ist somit der einzige Urzeitkrebs, der in salzhaltigem Wasser lebt. Von Salzsee zu Salzsee gibt es erhebliche Unterschiede, was Größe, Salzkonzentration und Beständigkeit des Sees angeht. Daher ist Artemia der wahrscheinlich anpassungsfähigste Urzeitkrebs. Einige Salzseen sind sehr klein, haben eine sehr hohe Salzkonzentration und trocknen oft aus. Andere hingegen sind riesig (zum Beispiel der Great Salt Lake in den USA), haben eine etwas geringere Salzkonzentration und trocknen fast nie aus.

 

Nahrung

Die Art lebt im Salzwasser und ernährt sich filtrierend von Algen und Nanoplankton. Sie können auch bestimmte Bakterien und Einzeller aus dem Wasser filtern.

 

Zysten

Artemia legt wie alle Urzeitkrebse Dauereier. In diesem Zustand können sie in trockener, sauerstofffreier Umgebung mehrere Jahre überdauern. Von den Eltern werden solche Dauereier (Zysten) produziert, wenn sich der Salzgehalt erhöht, was das baldige Austrocknen des heimischen Salzsees ankündigt. Wenn der Salzgehalt ganz normal ist, legen sie Eier mit sehr dünnen Wenden, welche sehr schnell schlüpfen. Manchmal schlüpfen sie sogar schon in dem Eiersäckchen des Weibchens.

Zucht

Geeignetes Wasser für eine Zucht wäre Aquarienwasser, weil dort schon Kleinstlebewesen wie zum Beispiel Rädertierchen vorhanden sind. Diese können dann die Artemien rausfiltern. Dazu muss man dann noch jodfreies Salz mischen, welches ca.35%  betragen sollte. Also 35 Gramm pro Liter. Am besten macht man Salzwasser, und stellt es für ein paar Tage in die Sonne, damit sich Algen zum Fressen bilden. Die Temperatur sollte zwischen 15°-26° Celsius liegen. Nach einem Tag schlüpfen bereits die Meisten Nauplien. Larven sind bei allen Urzeitkrebsen die Nauplien. Sie entlassen die Eier einfach mitten im Wasser. Wenn alle Artemien gestorben sind, kann an den Untergrund trocknen, und wieder von neu anfangen. 

Quellen: www.wikipedia.de, www.urzeit-krebse.com

 

 

 

 

 

 

 


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